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Blood God

Blood God „No Brain. But Balls!“

Eine neue Macht erhebt sich – und sie dürstet nach Blut! Etwas anderes hätte aber auch niemand erwartet, wenn Debauchery-Mastermind Thomas Gurrath seine Finger im Spiel hat. Der notorische Grenzgänger ist bekannt für seine expliziten Bühnenshows, blickte uns aufgrund seines kontroversen Berufsverbots als Lehrer schon vom Cover der BILD-Zeitung entgegen und nutzt seit bald zehn Jahren jede ruhige Minute für Konzerte und Festivalgigs. Seit 2003 muss die extreme Musikwelt lernen: Wo er auftaucht, sind leichtbekleidete Frauen, literweise Alkohol und kochende Konzerthallen nie allzu weit entfernt. So auch diesmal: Gerade erst hat der Fronter mit dem siebten Debauchery-Album „Germany’s Next Death Metal“ die extreme Musikwelt in ihre Einzelteile zerlegt, da watet er schon weiter durch dieses Meer aus Blut und Körperteilen, um wie ein Prophet den Willen eines neuen Gottes zu verbreiten: Der Blood God naht. Sein Reich komme, sein blutiger Wille geschehe!

Diesmal steht allerdings kein Death Metal auf dem Speiseplan: Als Nachfolger von Gurraths Hard Rock-Nebenprojekt Big Ball kommen bei Blood God die großen Vorlieben des Musikers zusammen: Schweißtreibender, breitbneiniger Heavy Rock, Alkohol und Frauen… jede Menge Frauen! „No Brain. But Balls!!!“ ist demzufolge ein äußerst passender Name für ein Album, das sich ganz der Tradition großer Kapellen wie Accept und AC/DC verschrieben hat und eine kristallklare Botschaft in die maskulinen, bissigen Songs steckt: Schaltet euer verdammtes Gehirn aus und feiert, als gäbe es kein Morgen! Thomas Gurrath macht mit dem mächtigen Blood God-Einstand vor, wie es geht: Schon auf dem Cover räkelt sich eine reizende Dame lasziv um den Frontmann, Songs wie „Blowjob Barbie“, „Stupid But Sexy“ oder „Hard Rock Party Bus“ sprechen nur eine Sprache: Sex, Drugs & Blood’Roll. Hier ist der Rock’n’Roll-Traum noch nicht zu einem Klischee, zu einer hohlen Phrase verkommen. Blood God ist hochprozentiger Ernst – und der hat noch nie so viel Spaß gemacht!

Vergesst das Vater unser, vergesst die zehn Gebote, vergesst den Kirchgang: Der Blood God selbst plagt sich schließlich Sonntagmorgens mit dem „Hangover From Hell“ herum und kennt nur eine Regel: Rockt bis zum Umfallen – wie in der Hölle, so auf Erden. Amen!